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Rigoletto • Aalto Theater • Foto: Matthias Jung
Rigoletto • Foto: Matthias Jung
Philharmonie Essen • Foto: Volker Wiciok
Tanzhommage an Queen • Foto: Hans Gerritsen
Parsifal • Foto: Matthias Jung
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Angst und Schrecken in Mykene • Foto: Nils Heck
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Cinderella • Foto: Hans Gerritsen
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Carmen • Foto: Bettina Stöß
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Rigoletto • Aalto Theater • Foto: Matthias Jung
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Philharmonie Essen • Foto: Volker Wiciok
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Parsifal • Foto: Matthias Jung
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Angst und Schrecken in Mykene • Foto: Nils Heck
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Cinderella • Foto: Hans Gerritsen
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Carmen • Foto: Bettina Stöß
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Home > Journal > Berichte aus der aktuellen Spielzeit > Lahav Shahni Rotterdam Philharmonic Orchestra

Lahav Shahni Rotterdam Philharmonic Orchestra

Philharmonie Essen

Zauberlehrling, Schelm und Solist

von Dierk Schapals (kulturbummler)

28.02.2026

Lahav Shahni Rotterdam Philharmonic Orchestra Bild Lahav Shahni Rotterdam Philharmonic Orchestra Bild Lahav Shahni Rotterdam Philharmonic Orchestra Bild Lahav Shahni Rotterdam Philharmonic Orchestra Bild Lahav Shahni Rotterdam Philharmonic Orchestra Bild Lahav Shahni Rotterdam Philharmonic Orchestra Bild Lahav Shahni Rotterdam Philharmonic Orchestra Bild

Dass Lahav Shani ein musikalisches Ausnahmetalent ist, bewies er auf seiner Abschiedstournee mit dem Rotterdam Philharmonic Orchestra in der Philharmonie Essen eindrucksvoll. Der Abend zeigte das blinde Vertrauen zwischen Dirigent und Orchester und eine Energie, die sofort auf das Publikum übersprang.

Die Dramaturgie schlug einen weiten Bogen von orchestraler Magie bis zur virtuosen Schelmerei. Den Auftakt machte Paul Dukas’ „L’Apprenti sorcier“. Unter Shanis präziser Leitung ließen die Rotterdamer die Goethe-Ballade förmlich lebendig werden – besonders die trocken-humorigen Fagotte und wuchtigen Blechbläser zeigten die Klasse des Ensembles.

In Schostakowitschs „Suite für Varieté-Orchester“ wurde es nostalgisch: Der berühmte Walzer Nr. 2 erklang ohne Kitsch, getragen von einem edlen, warmen Streichersound und herrlich melancholischen Saxophon- sowie Posaunensoli, die der Suite einen Hauch von verrauchter Salon-Atmosphäre verliehen.

Das Herzstück bildete Schostakowitschs 2. Klavierkonzert, bei dem Shani gleichzeitig als Solist und Dirigent glänzte. Es war faszinierend zu beobachten, wie er vom Flügel aus allein durch Blickkontakt die Fäden in der Hand hielt. Das Ergebnis war eine perfekte Einheit aus perlendem Klavierspiel und feinem Orchesterklang, die besonders im verträumten zweiten Satz für Gänsehautmomente sorgte.

Zum Abschluss kehrte das Programm mit Richard Strauss’ „Till Eulenspiegel“ zur schelmischen Erzählfreude zurück. Shani arbeitete die musikalischen Pointen mit viel Witz heraus, ohne den Schwung zu bremsen. Die Rotterdamer reagierten auf jede Bewegung mit einer Spielfreude, die man bis in die letzten Reihen spüren konnte.

Ein mitreißender Abend, der durch seine unbändige Spielfreude und künstlerische Qualität als ein Höhepunkt der laufenden Saison im Gedächtnis bleibt.