Logo
Rigoletto • Aalto Theater • Foto: Matthias Jung
Rigoletto • Foto: Matthias Jung
Philharmonie Essen • Foto: Volker Wiciok
Tanzhommage an Queen • Foto: Hans Gerritsen
Parsifal • Foto: Matthias Jung
Parsifal • Foto: Matthias Jung
Angst und Schrecken in Mykene • Foto: Nils Heck
Angst und Schrecken in Mykene • Foto: Nils Heck
Cinderella • Foto: Hans Gerritsen
Cinderella • Foto: Hans Gerritsen
Carmen • Foto: Bettina Stöß
Carmen • Foto: Bettina Stöß
Rigoletto • Aalto Theater • Foto: Matthias Jung
Rigoletto • Foto: Matthias Jung
Philharmonie Essen • Foto: Volker Wiciok
Tanzhommage an Queen • Foto: Hans Gerritsen
Parsifal • Foto: Matthias Jung
Parsifal • Foto: Matthias Jung
Angst und Schrecken in Mykene • Foto: Nils Heck
Angst und Schrecken in Mykene • Foto: Nils Heck
Cinderella • Foto: Hans Gerritsen
Cinderella • Foto: Hans Gerritsen
Carmen • Foto: Bettina Stöß
Carmen • Foto: Bettina Stöß

Sinfoniekonzert XI

Philharmonie Essen

Wuchtig, spektakulär und pure Gänsehaut

von Dierk Schapals (kulturbummler)

19.06.2026

Sinfoniekonzert XI Bild Sinfoniekonzert XI Bild Sinfoniekonzert XI Bild Sinfoniekonzert XI Bild Sinfoniekonzert XI Bild Sinfoniekonzert XI Bild

Das 11. Sinfoniekonzert der Essener Philharmonikerr brachte mit Giuseppe Verdis monumentaler Messa da Requiem eine packende Mischung aus existenzieller Todesangst und ergreifender Hoffnung auf Erlösung auf das Podium der Philharmonie Essen.

Unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Andrea Sanguineti entfaltete sich im Alfried-Krupp-Saal ein hochdramatischer Abend. Die Essener Philharmoniker bestachen mit packender Dynamik, schneidenden Bläsern und einer nuancierten, farbenreichen Klangkultur, welche die opernhafte Wucht dieses kirchenmusikalischen Ausnahmewerks perfekt einfing.

Das hochkarätig besetzte Solistenquartett verlieh der Aufführung eine tief berührende, emotionale Dimension. Die Sopranistin Lidia Fridman faszinierte dabei mit glasklarer, dramatischer Strahlkraft. Mezzosopranistin Tina Ranch setzte feinsinnige, warm timbrierte Kontraste. Der junge mexikanische Tenor Alejandro Del Angel gestaltete seine Passagen mit gewohnt ausdrucksstarkem und lyrischem Schmelz, während der erfahrene Bass Roberto Scandiuzzi mit profunder, markerschütternder Tiefe ein unerschütterliches Fundament schuf.

Eine tragende Rolle übernahmen zudem die beiden exzellent koordinierten Vokalensembles: Der Opernchor des Aalto Musiktheater Essen (einstudiert von Bernhard Schneider) und der Philharmonischer Chor Essen (einstudiert von Patrick Jaskolka) verschmolzen zu einer gewaltigen Chorgemeinschaft von rund 150 Stimmen. Gemeinsam meisterten sie die extremen Kontraste des Werks fehlerfrei – vom furchterregend donnernden Weltenbrand im berühmten Dies irae bis hin zu den flüsternden, andächtigen Bitten um Frieden im finalen Libera me.

Dank des präzisen Zusammenspiels aller Beteiligten bot dieses vorletzte Sinfoniekonzert der aktuellen Spielzeit eine rundum gelungene und tief bewegende Interpretation eines zeitlosen Meisterwerks.